BAGSO fordert konkreten Plan für Rentenangleichung

Anlässlich eines Besuches in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt forderte Walter Link, Vorsitzender des Dachverbandes von 97 Senioren-Organisationen BAGSO mit über 12 Millionen Mitgliedern, eine Angleichung der Ostrenten an das Westniveau. Die Bundesregierung müsse 17 Jahre nach der Einheit endlich einen konkreten Stufenplan vorlegen.
Die wirtschaftliche Lage der Seniorinnen und Senioren in den neuen Bundesländern sei im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass sie zu 90 % ausschließlich Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben, erklärt der BASGo-Vorsitzende. In den alten Bundesländern erhälten dagegen mehr als 40 % der Rentnerinnen und Rentner zusätzlich eine Betriebsrente. Hinzu käme, dass in Westdeutschland 55 % im eigenen Heim und damit mietfrei wohnen, im Osten seien es lediglich 35 %.
Seniorinnen und Senioren mussten in den letzten Jahren zahlreiche Belastungen hinnehmen: u.a. die Nullrunden bei der Rente ohne Inflationsausgleich, die Verdoppelung des Beitrags zur Pflegeversicherung, Zuzahlungen im Gesundheitswesen und nicht zuletzt die Erhöhung der Mehrwertsteuer.
„Mangels anderer Einnahmequellen treffen diese Belastungen die Menschen in Ostdeutschland besonders hart“, so der langjährige Bundestagsabgeordnete Walter Link.Gemeinsam mit dem Präsidenten des Volkssolidarität Bundesverbandes, Prof. Gunnar Winkler, besuchte Link zahlreiche Einrichtungen der offenen und stationären Altenhilfe, um sich einen Einblick in die Lebensverhältnisse älterer Menschen in den neuen Ländern zu verschaffen.
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