Dorette Deutsch und ihre Reise durch die "Alten-WGs" der Republik

Krüger Verlag, Frankfurt am Main 2007

 

In ihrem neuen Buch „ Träume kennen kein Lebensalter“ unternimmt die bekannte Autorin Dorette Deutsch eine besondere Reise durch die Republik und schaut auch hinüber bis Österreich. Sie besucht und beschreibt neue gemeinschaftliche Wohn- und Lebensgemeinschaften der Generation 50 plus.


Gute Mischung: Vorzeigeprojekte und unbekannte Initiativen

Dabei stellt sie alle unterschiedlichen Formen und Möglichkeiten dieser neuen Art, das Leben im Alter zu teilen ausführlich anhand von lebendigen Beispielen dar. Die Gespräche, die sie mit den Verantwortlichen oder Bewohnerinnen und Bewohnern in diesen Projekten führt geben ein authentisches Beispiel, wobei auch die Probleme und Schwierigkeiten nicht verschwiegen werden. Die Bespiele reichen von der Wohngemeinschaft über verschiedenen Genossenschaftsprojekte oder Modelle von Wohnungsbaugesellschaften bis hin zu neuen betreuten Wohnformen, wie z.B. der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenzerkrankung. Bundesweit bekannte Projekte wie das älteste Modellprojekt, die Göttinger Frauenwohngemeinschaft in einer alten Villa stehen dabei neben weniger bekannten Initiativen oder Nachbarschaftsvereinen.


"Generationenübergreifend" heißt die Zukunft

Auffällig ist, dass sehr viele Projekte inzwischen das Zusammenleben mehrerer Generationen erfolgreich durchführen. Nach Dorette Deutsch ist das auf jeden Fall eine sehr wichtige Form des zukünftigen Zusammenlebens, ein frei gewählter Ersatz der alten Familienbande, ein neuer Generationenvertrag, der im Buch als reizvoll und liebenswert beschrieben wird. Hier liegen Chancen für ein neues soziales Miteinander.


Viele Infos und Linksammlung
Am Ende eines jeden Kapitels stellt sie die jeweiligen Rahmenbedingungen einer jeden Wohnform dar, sodass sich die Leserin und der Leser schnell einen Überblick verschaffen kann, was ihr und ihm selbst geeignet erscheint. Dazu hilft auch die umfangreiche Adressen – und Linksammlung am Ende des Buchs.


Fazit:

Wie bereits in ihrem Buch „schöne Aussichten für das Alter“ gelingt es auch hier der Autorin durch den persönlichen Kontakt zu mutigen und visionären Persönlichkeiten die Leserin und den Leser sehr direkt anzusprechen und die eigene Kreativität anzuregen. Durch die vielen praktischen Beispiele entspricht das Buch in höchstem Maße seinen eigenen Ansprüchen: es macht Mut und Lust, sich mit den eigenen Gedanken zu älter werden zu beschäftigen.

Angela Siebold