„Alte Hasen“ bestimmen das Rennen

In naher Zukunft werden die demographischen Entwicklungen und der in der Arbeitswelt grassierende „Jugendwahn“ dazu führen, dass erfahrene Mitarbeiter rar werden. Unternehmen und Betriebe haben die Folgen, die sich in massiven Wissensverlusten äußern, zu tragen. Es sei denn, sie steuern jetzt dagegen. Geeignete Modelle gibt es. Sogenannte altersgemischte Teams ermöglichen nicht nur den Erhalt des Betriebswissens, auch die Älteren selbst erfahren die angemessene Aufwertung ihrer Arbeitskraft.

Die Idee hinter den altersgemischten Teams lautet, die Stärken von Alt und Jung miteinander zu verbinden. Es geht vordergründig darum, den Wissenstransfer zwischen den Generationen im Betrieb zu fördern. Die entsprechenden Konzepte, die mittlerweile gezielt in der Personalentwicklung eingesetzt werden, heißen „Pate“, „Coach“ oder „Tandem“.

 

Das Patenmodell

Das Patenmodell beruht auf dem Senioritätsprinzip und wird oft im Führungskräftebereich eingesetzt. Ein erfahrener Mitarbeiter betreut dabei eine jüngere Führungskraft und erklärt ihm die unausgesprochenen Regeln, knüpft Kontakte und eröffnet Netzwerke.

 

Das Coaching

Unter Coaching wird eine Beratung verstanden, die dazu anregen soll, eigene Lösungen zu entwickeln. Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Coaching ist vor allem für Führungskräfte oder Teams mit Managementaufgaben geeignet. Darüber hinaus unterhalten große Firmen oft Beraternetzwerke aus ehemaligen Mitarbeitern der Führungsriege („Seniors“), die die jüngeren Führungskräfte coachen.

 

Das Tandem

Ein Tandem, auch Lernpartnerschaft genannt, soll das wechselseitige Lernen fördern. Beim Tandem übernehmen eine ältere und eine jüngere Person gemeinsam eine Aufgabe. Der Fluss des Know-hows ist dabei wechselseitig, d.h., der Jüngere lernt von den Erfahrungen des Älteren, der wiederum auf den aktuellen Wissensstand, den der Jüngere mitbringt, gebracht wird.

 

Die Erfahrungen mit altersgemischten Teams sind sehr positiv. Denn vom Austausch der Erfahrungen profitieren alle Beteiligten. Die Teammitglieder lernen voneinander. Aber mehr noch: Gerade die Unterschiede zwischen ihnen können von Vorteil sein, da dem Blick aus verschiedenen Perspektiven oft die kreativsten Lösungen entspringen. Die Unternehmen schließlich halten bestehendes Know-how nicht nur im Unternehmen – sie erschließen sich neue Quellen für innovative Leistungen.

 

Weitere Informationen:
www.erfahrung-ist-zukunft.de/nn_104190/Webs/EiZ/Content/DE/Artikel/Monatsthemen/20070312-monatsthema-maerz-altersgemischte-teams.html