Seniorpartner in School: Brücke zwischen Alt und Jung

Junggebliebene und tatkräftige Ältere sind bei "Seniorpartner in School" (SiS) gefragt. Sie helfen Schülerinnen und Schülern dabei, Konflikte fair und gewaltfrei zu lösen. Derzeit läuft das Projekt in sieben Bundesländern. In weiteren Ländern soll es eingeführt werden, unter anderem in Sachsen.

Immer mehr ältere und tatkräftige Menschen in der "dritten Lebensphase" suchen eine Aufgabe, in die sie ihre Lebenserfahrung und Kompetenz einbringen können. Im Projekt Seniorpartner in School (SiS) können sich Seniorinnen und Senioren ab 55 Jahren zur Schulmediatorin oder zum Schulmediator ausbilden lassen. Die kostenlose Weiterbildung umfasst 80 Kursstunden. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
 
Die Teilnehmenden erklären sich bereit, für mindestens eineinhalb Jahre jeweils zehn Stunden pro Woche ehrenamtlich in einer Schule als Ansprechpartner bei Konflikten zur Verfügung zu stehen. Im Konfliktfall leiten die Seniorpartner das Gespräch. Dabei sind sie unparteiisch und offen für die Interessen und Beweggründe der Streitenden. So helfen sie den Schülerinnen und Schülern, eigene und für alle Seiten gerechte Lösungen zu finden. Außerdem machen die Kinder und Jugendlichen mit Hilfe der Seniorpartner die Erfahrung, dass ältere Menschen Interesse an ihnen und ihren Problemen haben.
 
Wer an den SiS teilnehmen möchte, sollte mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch kommen wollen, Geduld mitbringen und Konflikte als Chance zur Weiterentwicklung ansehen. Einsatzorte sind Grund-, Mittelschulen und Gymnasien, die mit engagierten Seniorpartnern zusammenarbeiten und die Streitkultur an ihrer Schule weiterentwickeln wollen.
 
Weitere Informationen unter www.seniorpartnerinschool.de.