Dr. Eckehard Koch

Mittwochstreff am 2. Mai 2018, 19:00 Uhr im Ouzo's

Auch im Osten war der Wilde Westen

Die russische Ausdehnung in Asien

 

Als sich 1991 die Sowjetunion auflöste, waren viele erstaunt, welch 'exotische' Staaten plötzlich entstanden, z.B. Kasachstan, Usbekistan oder Tadschikistan und viele andere, aus denen zunächst die GUS - die Gemeinschaft unabhängiger Staaten - hervorging. So war man noch bei Bestehen der Sowjetunion allgemein der Ansicht, sie hätte es in dieser Form immer schon gegeben. Dabei reichte 'Russland' ursprünglich nur bis zum Ural. Erst im 17. Jahrhundert wurde Sibirien erobert, im 19. Jahrhundert dann Zentralasien; die Länder, die heute wieder unabhängig sind, wurden erst zu dieser Zeit in das Russische Zarenreich eingefügt.

Der Vortrag informiert über die Ausbreitung der Russen in Asien und die Eroberung der dortigen Gebiete, die sich vom Vorgehen her durchaus mit der Eroberung von Kolonien durch andere europäische Nationen oder mit der des Wilden Westens vergleichen lässt. Dabei werden Bezüge zu den Werken russischer, sibirischer, kasachischer, kaukasischer und anderer Autoren hergestellt, in denen die Geschichte aus der Sicht der Betroffenen gezeigt wird, so auch zu Karl Mays Roman 'Deutsche Herzen - Deutsche Helden', in denen sich die Geschichte Sibiriens spiegelt.

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