Was bringt es Mentorin zu sein?

Dass die jungen Teilnehmer einen Nutzen aus dem Projekt ziehen, ist klar ersichtlich. „Aber auch, wer als Mentorin seine Erfahrung und sein Wissen einbringt, kann von der Zusammenarbeit profitieren“, weiß Projektleiterin Windfuhr von früheren Mentoring-Projekten. Die Teilnehmerinnen haben das Gefühl, ihr Wissen sinnvoll weiterzugeben, sie knüpfen selbst neue Kontakte zu den anderen Mentorinnen und können ihre persönlichen Kompetenzen in der Tandemarbeit erweitern. Insgesamt ist das Mentoring also ein lohnendes Projekt, das mehrere Generationen in Austausch bringt und wichtige Verbindungen schafft.

Mitmachen!

Alle Infos zum Projekt unter:
http://www.zfbt.de

Den aktuellen Projektflyer gibt es hier.


Ansprechpartnerin:

Dr. Claudia Windfuhr
Zentrum Frau in Beruf und Technik
Erinstraße 6
44575 Castrop-Rauxel
Tel. 02305/ 92 150 22
windfuhr(a)zfbt.de

Mentorinnen nehmen Schülerinnen auf dem Weg ins Berufsleben an die Hand

Das Zentrum Frau in Beruf und Technik organisiert ein ruhrgebietsweites Mentoring-Projekt für Mädchen mit Migrationshintergrund – erfahrene Frauen aller Altersklassen und Berufssparten werden als Tandempartnerinnen aktiv.

 

„Neue Wege in den Beruf“ heißt das Projekt, das im nächsten Schuljahr – also ab Mitte 2007 – vom Zentrum Frau in Beruf und Technik (ZFBT) in Castrop-Rauxel durchgeführt wird. In Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hamm, Herne und Oberhausen bekommen Mädchen mit Migrationshintergrund Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Schlechte Ausgangssituation für Mädchen
Untersuchungen zeigen das große Interesse von Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte an einem Ausbildungsplatz. Besonders junge Frauen haben häufig viel Ausdauer und Hartnäckigkeit bei der Suche nach einer Lehrstelle. Doch trotz guter Schulnoten haben sie es oft schwer, einen ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechenden Ausbildungsplatz zu finden. Häufig landen sie deshalb in so genannten Warteschleifen oder bleiben am Ende ganz ohne beruflichen Ausbildungsabschluss. Gründe sind z.B. mangelnde Informationen über die Berufsausbildung, eingeschränkte Mobilität bei der Ausbildungsplatzsuche, die Unterbewertung interkultureller Kompetenzen oder Vorbehalte bei den Lehrbetrieben.

Landesregierung will Integration in der Ausbildung fördern
Die NRW-Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Ausbildungssituation für junge Frauen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Das Landesministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration hat deshalb das Projekt „Neue Wege in den Beruf“ initiiert – das vom Castrop-Rauxler Zentrum Frau in Beruf und Technik umgesetzt und betreut wird.

Wer kann Mentorin werden?
Als Mentorinnen arbeiten Frauen aus allen Berufsgruppen und allen Altersklassen. „Ob nun Bankkauffrau, Tischlerin oder Verwaltungsangestellte - wichtig ist das Interesse an den Zielen und Wünschen der jungen Mentees und der Wille, sie zu unterstützen“, fasst Projektleiterin Dr. Claudia Windfuhr zusammen. Auch erfahrene Ruheständlerinnen könnten also als Partnerin arbeiten. Konkret wird es bei der intergenerativen Zusammenarbeit um die Vermittlung von Kontakten, Hilfe bei der Bewerbung oder auch der Findung der eigenen Ziele gehen.

Mitbringen müssen die Mentorinnen Verständnis und Interesse für die Situation und Erfahrungswelt der Teilnehmerinnen. Ein gutes Kontaktnetz in ihrem Berufsbereich ist hilfreich, genauso wie soziale und kommunikative Kompetenz.

Einen Flyer mit ausführlichen Infos für Mentorinnen gibt es hier.

Wer ist Mentee?
In jeder der neun Ruhrgebietsstädte, die am Programm teilnehmen, werden bis August 10 bis 15 Teilnehmerinnen aus den Klassen 9 bis 12 ausgewählt. Lediglich in Bochum und Hamm sollen nicht Schülerinnen sondern Auszubildende beim Übergang von der Ausbildung in eine feste Anstellung unterstützt werden (da in diesen Städten schon von anderer Seite Schülerinnen-Mentoring durchgeführt wird). Die Schülerinnen sollen unabhängig von der Schulform gute Noten und eine hohe Motivation mitbringen und sich bereits mit dem Thema Berufswahl auseinander gesetzt haben.
Angesprochen werden mögliche Teilnehmerinnen von den Mitarbeitern der Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), die ebenfalls an der Projektdurchführung beteiligt sind, und bereits bestehende Kontakte zu Schulen nutzen können. Die wichtigste Aufgabe der Mentees ist es, motiviert mitzumachen und ihre Ziele, Erfahrungen und Wünsche klar zu vermitteln.
 
Wie läuft das Mentoring konkret ab?
Bis Juni konnten sich Mentorinnen und Mentees bewerben. Aufgrund von Fragebögen wurde dann ein „Matching“ gemacht. So bekam jeder Mentee tatsächlich die passende Tandempartnerin. Manche Mentorinnen betreuen auch mehrere Teilnehmerinnen (z.B. mit ähnlichen Berufswünschen) in einer Gruppe.

Bevor es im August/ September mit einem ersten Kennen lernen der Partner bei den lokalen Eröffnungsveranstaltungen losgeht, gibt es für die Mentorinnen bereits ein Vorbereitungstreffen zum Thema Berufswahl und Interkulturalität. Sind die Paare gebildet, sollen sich Mentorin und Mentee mindestens einmal im Monat für ca. 2 Stunden treffen. Natürlich kann zwischendurch auch über E-Mail oder Telefon Kontakt gehalten werden. Auch Besuche im Betrieb o.ä. sind möglich. Wobei die Mentorin ganz konkret Hilfestellung gibt, hängt von den Zielen der einzelnen Mentees ab. Zwischenzeitlich gibt es Rahmenveranstaltungen der Organisatoren, um Zwischenbilanz zu ziehen oder Experten und Expertinnen zu Wort kommen zu lassen. Insgesamt läuft das Projekt „Neue Wege in den Beruf“ bis zum Ende des Schuljahres 2007/2008.

Sehen sie denn Programmablauf des Mentoring-Projekt im aktuellen Flyer.