Bundesregierung investiert vier Millionen Euro in den Sektor 50plus

- Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen fördert verstärkt die Wirtschaftskraft der Älteren.
Gute seniorengerechte Produkte und Dienstleistungen sind eine Wachstumsbranche. Sie steckt in Deutschland allerdings noch in den Kinderschuhen. Um Unternehmen zu unterstützen und gleichzeitig ältere Menschen als Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken, stellte Ursula von der Leyen heute das neue Unternehmensprogramm "Wirtschaftsfaktor Alter - Unternehmen gewinnen" vor.
"Unternehmen stellen sich zunehmend auf den demografischen Wandel ein, aber insgesamt steckt der Seniorenmarkt noch in den Kinderschuhen", sagt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in Berlin. "Deutschland kann es sich nicht leisten, diesen wichtigen Zukunftsmarkt anderen zu überlassen. Daher starten wir im Bundesfamilienministerium das Unternehmensprogramm "Wirtschaftsfaktor Alter - Unternehmen gewinnen". Damit möchten wir die Unternehmen unterstützen und gleichzeitig ältere Menschen als Verbraucherinnen und Verbraucher stärken", so die Ministerin.
Unternehmensprogramm "Wirtschaftsfaktor Alter- Unternehmen gewinnen"
Das neue Unternehmensprogramm "Wirtschaftsfaktor Alter - Unternehmen gewinnen" soll Wirtschaft, Wissenschaft, Verbraucher- und Seniorenorganisationen sowie die älteren Menschen selbst stärker miteinander ins Gespräch bringen. Hierzu wird eine eigene Geschäftstelle einrichten.
Die Aufgabe der Geschäftsstelle wird sein, eine Informations- und Kooperationsbörse aufzubauen und ein Forum für den Austausch zwischen Wissenschaft, Senioren- und Verbraucherorganisationen sowie Unternehmen zu bieten. Der Bund stellt dafür in den Jahren 2008 bis 2010 rund vier Millionen Euro zur Verfügung.
Studie "Wirtschaftsmotor Alter"
Der deutsche Seniorenmarkt steckt noch in den Kinderschuhen - das ist das wesentlichste Ergebnis der Studie "Wirtschaftsmotor Alter", die Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt hat. Die Potenziale des Seniorenmarktes werden noch nicht in allen Branchen und nicht von der Breite der Unternehmen ausgeschöpft.
Dabei sind die über 50-Jährigen die Zielgruppe der Zukunft. Ihr Anteil am Konsum wird 2035 bei 58 Prozent liegen, während die unter 50-Jährigen nur noch auf 42 Prozent kommen. Die über 65-Jährigen haben das höchste Wachstumspotenzial. Ihr Anteil am Gesamtkonsum steigt von knapp 18 Prozent auf etwas über 26 Prozent bis 2035 und erhöht sich damit um fast die Hälfte. Bereits heute haben die über 50-Jährigen bei allen Konsumgütern einen Anteil von mindestens 45 Prozent, bei Nahrungsmitteln, Bekleidung und Reisen ist es sogar fast die Hälfte.
Internetportal wirtschaftskraft-alter.de
Seniorenpolitik kennt längst mehr Themen als nur Pflege, Hilfe und Betreuung. Auf der Internetseite www.wirtschaftskraft-alter.de erfahren Seniorinnen und Senioren nützliches über Wohnqualität, Freizeitgestaltung und Finanzdienstleistungen. Betrieben und Verbänden bietet wirtschaftkraft-alter.de umfangreiche Informationen über die Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse älterer Menschen. Das Serviceangebot liefert Daten und Fakten, gibt branchenspezifische Hinweise und nennt die wichtigsten Links.
Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
